9 Tipps gegen die Hitze
Wenn die Temperaturen steigen und auch in Deutschland Hitzewellen zum Alltag werden, stellt sich schnell die Frage: Wie kommt man entspannt durch den Tag? Der Körper reagiert auf Hitze mit Schwitzen, erhöhter Herzfrequenz und einem Abfall der Konzentration. Wer ein paar einfache Dinge beachtet, kommt deutlich leichter durch heiße Tage, ob zu Hause, im Büro oder unterwegs.
1. Trinken, trinken, trinken
Der Standard-Tipp darf nicht fehlen und gehört an erster Stelle genannt: Trinken Sie genug. Stellen Sie die Trinkflasche oder das Glas Wasser in Sichtweite, dann denken Sie öfter daran. Keine pauschalen Literangaben, denn jeder Körper ist anders. Wer stark schwitzt, braucht deutlich mehr als sonst. Wasser, ungesüßte Kräutertees oder stark verdünnte Fruchtsäfte sind eine gute Wahl.
2. Aber nicht eiskalt
So verlockend ein eiskaltes Getränk bei 35 Grad auch wirkt, der Körper reagiert darauf mit erhöhter Wärmeproduktion, um die Temperatur auszugleichen. Besser sind Getränke mit Zimmertemperatur oder leicht gekühlt. In vielen wärmeren Ländern trinkt man traditionell heißen Tee, was auf den ersten Blick paradox erscheint, aber tatsächlich das Schwitzen anregt und so zur Abkühlung beiträgt.
3. Leichtes Essen
Fettige Mittagsmahlzeiten mit großen Portionen sind bei Hitze eine Belastung. Die Verdauung kostet Energie und Wärme, was das allgemeine Erschöpfungsgefühl verstärkt. Besser eignen sich Obst, Gemüse, leichte Salate und Fisch. Wer im Sommer kocht, sollte außerdem auf die Kühlkette achten: Bei Temperaturen über 30 Grad verderben viele Lebensmittel auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause schneller als man denkt, besonders Fleisch, Fisch und Milchprodukte.
Wer am Arbeitsplatz keinen Kühlschrank hat, sollte das im Sommer einplanen und entweder eine Kühltasche mitbringen oder auf haltbare Alternativen setzen.
4. Morgens lüften
Die kühlsten Stunden des Tages sind die frühen Morgenstunden. Wer die Fenster zwischen 6 und 9 Uhr weit öffnet und kräftig durchlüftet, holt sich die kühle Nachtluft ins Haus. Danach sollten Fenster und Jalousien oder Rollos geschlossen bleiben, damit sich die Räume nicht durch direkte Sonneneinstrahlung aufheizen. Diese einfache Maßnahme macht an heißen Tagen einen erheblichen Unterschied.
5. Kleidung anpassen
Wer sich luftig kleidet, hilft dem Körper, Wärme nach außen abzugeben. Helle, weite Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen ist ideal. Wer aus Termingründen Hemd oder Jeans tragen muss, kann Ersatzkleidung mitbringen und sich nach einem Termin umziehen. Kleine Anpassungen mit großem Effekt.
6. Sportzeit verschieben
Sport bei praller Mittagssonne ist unnötige Belastung. Wer körperlich aktiv bleiben möchte, verlagert Joggen, Radfahren oder andere Outdoor-Aktivitäten in die frühen Morgenstunden oder den Abend. Dann sind die Temperaturen erträglicher und die Belastung für den Kreislauf deutlich geringer.
7. Schnelle Abkühlung
Kühles Wasser über die Handgelenke laufen lassen: ein einfacher Trick, der schnell Erleichterung bringt. An den Handgelenken verlaufen Blutgefäße nahe an der Hautoberfläche, und viele berichten, dass sich das Gefühl der Erfrischung rasch im ganzen Körper ausbreitet. Übrigens ein guter Moment, um kurz durchzuatmen und den Kopf freizubekommen.
8. Arbeitszeiten anpassen
Wenn es im Büro zu heiß wird, lohnt sich das Gespräch mit dem Vorgesetzten. Gleitzeit, früherer Beginn oder das Verlegen von Meetings in die kühleren Morgenstunden sind naheliegende Lösungen. Viele Unternehmen zeigen bei anhaltender Hitze eine gewisse Flexibilität, wenn man das Thema offen anspricht.
Wie immer gilt: auf die Zeichen des eigenen Körpers hören. Hitze kann schnell zu Erschöpfung führen. Wer Schwindel, Übelkeit oder starke Schwäche bemerkt, sollte sofort in den Schatten und ausreichend trinken.
9. Pfefferminz und kühle Düfte als Soforthelfer
Ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf die Schläfen oder die Innenseiten der Handgelenke erzeugen auf der Haut ein Kältegefühl, das viele als erfrischend empfinden. Lavendelöl wird von manchen Menschen als angenehm beruhigend erlebt. Diese kleinen Mittel ersetzen keine echte Abkühlung, sind aber als schnelle Soforthilfe durchaus praktisch.
Hitzeschutz für besonders gefährdete Personen
Für ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen ist Hitze eine ernstere Belastung. Sie sollten besonders darauf achten, ausreichend zu trinken, und die Mittagshitze wenn möglich meiden. Wer jemanden kennt, der allein lebt und zur Risikogruppe gehört, kann mit einem kurzen Anruf oder Besuch viel bewirken. In Deutschland weist der Deutsche Wetterdienst bei Hitzewellen gezielt auf solche Risiken hin und gibt Empfehlungen für die gefährdetsten Bevölkerungsgruppen heraus.
Der kühle Kopf bleibt das Ziel
Hitze ist kein Feind, wenn man sich darauf einstellt. Wer trinkt, leicht isst, die Wohnung rechtzeitig kühlt und körperliche Anstrengungen in die kühleren Tageszeiten verlagert, kommt auch durch einen langen Sommertag entspannt. Wer danach noch einen ruhigen Abendspaziergang einplant, wenn die Luft sich abkühlt, macht aus dem Hitzetag noch eine angenehme Abendrunde.
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