Autogenes Training – Entspannung durch Autosuggestion
Das autogene Training ist eine Art Selbsthypnose, die jeder schrittweise erlernen kann. Geübte Personen versetzen ihre Körper dabei in einen vertieften Trancezustand.
Das Verfahren wurde im Jahr 1932 von dem Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz entwickelt und von diesem als „konzentrative Selbstentspannung“ bezeichnet. Ziel ist es, den Körper durch die eigene Vorstellungskraft zu entspannen. Es sollen unwillkürliche Körperfunktionen beeinflusst werden. Alltags- sowie Persönlichkeitsprobleme sollen besser verarbeitet werden. Das autogene Training ähnelt einigen Übungen der Meditation und des Yoga.
Wie wird das autogene Training durchgeführt?
Autogenes Training lässt sich sowohl in einer Gruppe als auch allein durchführen. Wenn Sie zum ersten Mal an den Übungen teilnehmen, erhalten Sie von einer erfahrenen Person eine entsprechende Anleitung. In der Regel finden die Übungen in einem abgedunkelten, ruhigen Raum statt. Damit sich Ihr Körper tatsächlich entspannen kann, sollten Sie auf eine bequeme Kleidung achten.
Auch eine angenehme Sitz- oder Liegeposition ist wichtig. Ein bequemer aber funktioneller Relaxsessel bietet sich für die Durchführung des autogenen Trainings an.
Nachdem Sie eine passive Haltung eingenommen haben, stellen Sie sich eine bestimmte Gegebenheit vor. Hierfür werden sehr häufig Sätze wie „Ich bin ganz ruhig.“ (Ruhe), „Der linke (oder rechte) Arm ist warm.“ (Wärme) oder „Das Herz schlägt regelmäßig und ruhig.“ (Herzübung) verwendet. Nach einer gewissen Zeit wird das Vorgestellte im besten Falle wahrhaftig erlebt. Diese Autosuggestion verlassen Sie dann nach 15 bis 30 Minuten wieder. Dafür spannen Sie zunächst Ihre Arme langsam an, beugen und strecken sie, atmen gleichzeitig tief durch und öffnen die Augen.
In den ersten Übungswochen kann bei Anfängern zunächst ein Erschöpfungs- oder Müdigkeitsgefühl auftreten. Zwar sind Nebenwirkungen sehr selten, können sich in Einzelfällen jedoch in Form von Zittern, Schweißausbrüchen, Herzklopfen, leichter Übelkeit oder Ohnmacht äußern.
Fortgeschrittene können den Intensitätsgrad in den folgenden Sitzungen langsam steigern. Nachweislich lässt sich durch Abtasten ein Erschlaffen der Nacken-, Hals- oder Armmuskulatur während des autogenen Trainings überprüfen.
Tatsächlich lässt sich bei regelmäßigem Training nach einigen Monaten eine Entspannung der Skelettmuskulatur überprüfen. Wenn Sie die Grundübungen des autogenen Trainings erst einmal sicher beherrschen, können Sie später vor Ihrem geistigen Auge möglicherweise spezifische Farben oder sogar komplexe Sinneseindrücke wahrnehmen (Oberstufentechnik).
Zur Ausübung der Entspannungstechniken eignet sich die schlicht gehaltene Relaxliege B-famous Relaxliege Deluxe-lay back:
Wo wird das autogene Training eingesetzt?
Das Training wird häufig bei Schlafstörungen, nervösen Zuständen, psychosomatischen Beschwerden und Depressionen eingesetzt.
Gibt es Voraussetzungen für die Durchführung des Autogenen Trainings?
Wenn Sie das autogene Training durchführen möchten, benötigen Sie eine gewisse Portion an Selbstdisziplin, Lernbereitschaft und seelische Wohlbefinden. Menschen, die an Schizophrenie und akuten oder depressiven Psychosen leiden, können am autogenen Training nicht teilnehmen. Demenzen sollten grundsätzlich ärztlich behandelt werden.
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